Faltfächer "Die vier Jahreszeiten"
Frankreich, um 1775/80

 

Stäbe: 12+2; Elfenbein, gesägt, geschnitzt, graviert; Gold- und Silberauflage; Perlmutt
Blatt: Einfach moniertes Seidenblatt; Gouachemalerei;  polychrome Paillettenstickerei
Maße: L. ca. 28 cm

 

Sehr aufwändig gestalteter französischer Fächer aus der Zeit Ludwigs XVI., dessen Blatt in vier Bereiche eingeteilt ist, die die vier Jahreszeiten darstellen. Der Frühling wird durch eine Dame in grüner Landschaft symbolisiert, der sich eine heranfliegende Putte mit einem Blumenkorb nähert; im Bild daneben wiederum eine Dame mit einer Putte bei der Heuernte im Spätsommer. Der Herbst wird durch einen von Weinreben umgebenen Jüngling verdeutlicht, dem eine schwebende Putte Wein einschenkt. Die rechte Winterdarstellung zeigt einen alten Mann in kahler Landschaft, dem wiederum eine Putte Holz für das Feuer herbeibringt. Die vier Szenen sind von einer Art Rahmen umgeben; die Zwischenräume wurden mit einer Gruppe von Musikinstrumenten, Ernte-Utensilien sowie einem Fass mit einer Weinkanne bemalt. Drei der Einzeldarstellungen sind oben jeweils mit herabhängenden Bordüren aus bunten Pailletten bestickt; lediglich bei der Herbstszene ist diese Borte durch eine gemalte Weinrebe ersetzt. Die Elfenbeinstäbe sind sehr filigran gesägt und mit Silber- bzw. Goldauflage dekoriert. Sie zeigen ebenfalls Putten, zahlreiche sich wiederholende Ornamente und Rankenmuster und in der Mitte eine Kartusche mit drei Musikern.

 

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