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Faltfächer
"Cornelia, Mutter der Gracchen"
Stäbe: 14+2;
Bein, graviert; Metallfolienauflage Schlichter Fächer des späten 18. Jahrhunderts, bei dem jeweils zwei Stäbe die gleiche Verzierung in Form von geometrischen Mustern tragen. Das Mittelmedaillon zeigt eine von Valerius Maximus (römischer Historiker unter Tiberius) überlieferte Episode: Eine kampanische Frau stattet Cornelia, der Witwe des Tiberius Sempronius Gracchus, einen Besuch ab und zeigt ihr dabei die schönsten Schmuckstücke aus Ihrer Kassette. Als Cornelias Söhne, die späteren Volkstribunen Tiberius und Gaius Gracchus, von der Schule nach Hause kommen, deutet die stolze Mutter auf diese mit den Worten «Haec ornamenta sunt mea» (Dies ist mein Schmuck). Auf dem Fächer ist seltsamerweise nur einer der Söhne abgebildet. Die beiden an Schleifen hängenden Nebenkartuschen zeigen angedeutete Symbole und werden von blühendem Geäst umgeben. Den Rand des Fächers bildet ein durchgängiges Rankenmuster, das mit Tusche ausgeführt ist.
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