Briséfächer (Schmuckbriséfächer)
Deutschland (Erbach), um 1870/80

 

Stäbe: 14+2; Elfenbein, geschnitzt; graviertes Adelsmonogramm «AvB»
Maße: L. ca. 19,5 cm

 

Schwerer Schmuckbriséfächer aus Elfenbein, dessen Deckstäbe halbplastisch mit sehr naturgetreu gearbeiteten Rosen-, Schneeglöckchen- und Vergissmeinnichtschnitzereien versehen wurden. Die ovale Monogramm-Kartusche auf dem vorderen Deckstab zeigt die eingravierten Initialen AvB, was auf eine adelige Erstbesitzerin hinweist. Solche Briséfächer aus reinem Elfenbein kamen ab etwa 1870 in Mode. Der vordere oder auch beide Deckstäbe wurden neben Schnitzereien in Form von Blüten auch mit Putten, mythologischen Figuren oder Jagdszenen etc. versehen. Die inneren Stäbe sind normalerweise sehr dünn und undekoriert; lediglich bei einigen besonders seltenen Stücken weisen alle Stäbe Schnitzereien auf. Zentren der Elfenbeinschnitzerei waren in dieser Zeit Erbach im Odenwald, München, Wien und auch die Gegend um Dieppe in Frankreich. Erbach ist vor allem für seine Rosen-Schnitzarbeiten sehr berühmt.

 

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