Handventilator
Frankreich, nach 1913

 

Kunststoffgehäuse (Schildpattimitat); Antriebsmechanik aus Stahl; Einlagen aus Metall, geätzt, geschwärzt (?); Originalschachtel erhalten
Durchmesser: Ca. 13,5 cm (geöffnet)

 

In einem runden, mit feinen goldenen Jugendstilmustern verzierten Gehäuse ist der Reibantrieb untergebracht, der die drei zusammenlegbaren Flügel auf Druck zum Ventilieren bringt. Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden in Frankreich und Deutschland eine ganze Reihe von Handventilatoren, die sich in Form und Mechanismus oft nur geringfügig unterscheiden, zum Patent angemeldet. Dieses wohl bekannteste Exemplar wurde von dem Belgier Simon Dick erfunden, der es im Mai 1913 in seinem Heimatland patentieren ließ. Am 18. September 1913 meldete er den Ventilator auch in Frankreich als Patent an. Daher die Aufschrift auf der Schachtel «La Brise, Breveté en France & à l’Etranger (Patentiert in Frankreich und im Ausland), SD (Simon Dick), Paris». Auf der Innenseite der Schachtel sind drei Medaillons mit einer Dame in der Oper dargestellt, die die Funktionsweise des Ventilators in einzelnen Schritten demonstriert.

 

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