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Briséfächer
Stäbe: 21+2;
Elfenbein, durchbrochen gesägt und geschnitzt; Gitterschnitt Die oben abgerundeten Stäbe dieses äußerst detailliert gearbeiteten kantonesischen Elfenbein-Briséfächers überzieht ein feines, senkrecht geriffeltes, durchbrochenes Grundmuster, das den Fächer fast wie Spitze wirken lässt. Darüber liegend eröffnet sich ein tiefes, plastisches Relief von Bäumen, vielen kleinen männlichen Figuren, Fledermäusen, Drachen und anderen Fantasiewesen sowie chinesischen Pagoden. Bei dem durchgängigen Motiv handelt es sich um einen sogenannten «Traumgarten mit hundert Personen». In der Mitte befindet sich eine wappenförmige Kartusche, die von durchbrochen gearbeiteten Blüten gerahmt wird. Darin sind die verschlungenen Namensinitialen «LA» zu lesen. Solche Fächer wurden seit dem späten 18. Jahrhundert nach Europa exportiert, wo sie sich größter Beliebtheit erfreuten. Die Schnitzarbeiten waren erst nur einseitig, später auch von beiden Seiten gleichermaßen sichtbar, wurden jedoch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts immer grober in der Ausführung. Auch die Stäbe der sog. «Mandarinfächer» wurden oft in dieser Weise gestaltet.
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