|
Faltfächer
Stäbe: 14+2;
Bein; Gouachemalerei; Lacküberzug
Sehr zierlicher Fächer, der vermutlich um die Jahrhundertwende entstanden ist, dabei aber den Stil des frühen 19. Jahrhunderts imitiert. Durch halbkreisförmige Aussparungen im beigefarbenen Seidenblatt kommt die darunter liegende transparente Netzgaze zum Vorschein. Das so entstandene interessante Blatt wurde zusätzlich mit den verschiedensten Goldpailletten girlandenförmig bestickt. Auf den Stäben ist ein burgartig angelegter Gutshof in idealisierter Landschaft zu sehen; zudem ein Mann, der am hauseigenen Weiher Fische fängt. Der Deckstab zeigt abgetrennte Bildfelder mit Rosenranken und einem winzigen Gebäude. Diese Motive sind im «Vernis-Martin-Stil» ausgeführt und mit einer dünnen Lackschicht überzogen. Die Kombination von derartig gestalteten Stäben und einem Blatt aus Seide ist sehr ungewöhnlich.
|
| zurück zu dt. Indexseite back to English page |