|

|
Auge: Kleine runde
Scheibe, meist aus Elfenbein oder Perlmutt, die um den Dorn liegt. |
|
|
Bein:
Längsgefasertes,
von Poren durchzogenes Material, das aus Knochen von Rindern,
Walen u.a. besteht. Entfettete und gebleichte Knochen dienten
oftmals als billige Alternative für Elfenbein.
|
|
Blatt:
Bespannung
von Faltfächern, die oben an den Stäben befestigt ist und „à
l’anglais“ (einfach) oder doppelt montiert sein kann. Blätter
können aus Papier, Seide, Schwanenhaut, Leder, Pergament, Spitze
oder anderen Materialien bestehen. |
|
 |
Bügel:
Hufeisenförmiger
Ring, zumeist aus Metall, der am Dorn des Fächers angebracht ist.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde er zusätzlich oft mit
einer Quaste behängt, um den Fächer am Handgelenk tragen zu können.
|
 |
Celluloid:
Kunststoff,
der um 1869 in den USA von John Hyatt erfunden wurde. Das Material
diente zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend als
Elfenbeinersatz bei der Fächerherstellung. |
|
 |
Chinoiserien:
Europäische
Nachahmungen von chinesischen Szenen, wie sie in der Zeit der
allgemeinen China-Mode (17./18. Jahrhundert) oft in der Kunst
vorkamen und auf Fächern äußerst beliebt waren.
|
|
Deckstäbe: Die beiden meist verstärkten und reich
verzierten Außenstäbe des Fächers, die zugleich vor Beschädigungen
schützten. |
|
 |
Découpé:
Feine
ornamentale Ausstanz-Arbeiten auf Fächerblättern aus Papier des
ausgehenden 18. Jahrhunderts; oftmals mit einem Chinoiseriedekor
kombiniert.
|
| Dorn:
Genieteter
oder schraubbarer Stift,
der die Stäbe an der Unterseite des Fächers zusammenhält;
manchmal war der Dorn mit Edelsteinen geschmückt. |
|
|
|
Elfenbein:
Organisches
Material, das aus den Stoßzähnen des Elefanten, Mammuts,
Walrosses, Narwal oder Nilpferdes gewonnen wird.
|
 |
Gestell:
Bezeichnung für die Gesamtheit aller Stäbe
und der Deckstäbe. |
|
 |
Perlmutt:
Harte,
schillernde Innenschicht, die sich in den Schalen von Muscheln
bildet. Es setzt sich in dünnen, überlappenden Schichten ab. Für
die Herstellung von kompletten Fächerstäben müssten mehrere
kleine Stücke keilförmig übereinander geklebt werden.
|
 |
Piqué: Goldene oder Silberne Ornamente, die in
Elfenbein, Schildpatt, Horn, o.ä. eingelegt werden. |
|
 |
Schildpatt:
dünne
Platten geschnittener Panzer der tropischen Karettschildkröte,
durchsichtig braun mit gelblicher Zeichnung. Es kann durch Erwärmen
gebogen werden und erhält dadurch einen spiegelnden Glanz, der
durch Polieren noch erhöht werden kann.
|
 |
Shibayama: Japanische Einlegearbeiten aus farbigen
Steinen oder Perlmutt; benannt nach der Künstlerfamilie, die
diese Technik besonders gut beherrschte. |
|
|
Stäbe: Zusammenschiebbares Gerüst bei Fächern aus
den verschiedensten Materialien und Ausführungen.
|